Wie Krebs lebt.


Eine Abhandlung über den Gärstoffwechsel.


Zusammenfassung:

Krebs nutzt für seine Ausbreitung und Entstehung den sog. Anaeroben Stoffwechsel. Dieser führt zu Übersäuerung und Stauungen. Verhindert wird der Anaerobe Stoffwechsel durch Sauerstoffzufuhr und der Aufrechterhaltung der aeroben Stoffwechsellage. Dies haben diverse Studien bereits erwiesen. Um den Krebs zu inhibieren ist somit eine Stoffwechselaktivierung Voraussetzung und unumgänglich.

Mit anderen Worten: Eine wichtige Säule unserer Therapie.



Alles was leben und sich entwickeln will, benötigt und verbraucht Energie; Energie, die auf verschiedenen Wegen erzeugt und bereitgestellt wird.


Nahrung + Sauerstoff = Energie

Nahrung + mehr Sauerstoff = mehr Energie

Was bedeutet das für uns? Zwei Erkenntnisse sind hier wichtig:

  1. Wir können die Energieausbeute unseres Körpers steigern, indem wir ihm mehr Sauerstoff zur Verfügung stellen!

  2. Es gibt Krankheiten, die durch Energiemangel und Sauerstoffmangel begünstigt werden. Die wichtigsten sind die Krebserkrankungen.


1923 bekam ein deutscher Krebsforscher den Nobelpreis für Medizin. Prof. Otto Warburg aus Berlin hatte entdeckt, dass Krebszellen ihre Energie nicht wie die anderen Körperzellen gewinnen.

Krebszellen, so hatte Warburg herausgefunden, benutzen dagegen den alten Weg der Bakterien, den „Gärungsstoffwechsel“. Er schrieb:


„Alle Krebszellen gewinnen ihre Energie nicht über den Atmungsstoffwechsel, sondern über den Gärungsstoffwechsel, mit dem Endprodukt Milchsäure.“



Wann greift der Körper zurück auf diesen alten Stoffwechselweg?

Das Wissen um diesen alten Weg der Energiegewinnung ist allen unseren Zellen nach wie vor präsent. Immer dann, wenn die bereitstehende Sauerstoffmenge nicht ausreicht, um Energie über „Atmungsstoffwechsel“ zu produzieren, schalten sie um auf das Notprogramm „Gärungsstoffwechsel“. Jeder, der einmal einen Muskelkater gehabt hat, kennt dieses Programm.

Säure im Gewebe, Übersäuerung, macht Schmerzen. Milchsäure (Laktat) im Muskel macht Muskelkater. Milchsäure entsteht, wenn man einen Muskel arbeiten lässt, obwohl seine Sauerstoffversorgung über das Blut unzureichend ist. Er wird dann sauer und hart, im Endeffekt kommt es zu Krämpfen. Der Laktatspiegel zeigt bei Sportlern an, wie weit sie im Sauerstoff-Defizit sind.

Wenn Krebszellen auf den alten Gärungsstoffwechsel zurückgreifen, dann kann das nur daran liegen, dass es ihnen an Sauerstoff mangelt, sagte sich Dr. Paul Gerhard Seeger, ein kluger Mitarbeiter des oben erwähnten Nobelpreisträgers Warburg.


1937 setzte er im Reagenzglas normale Körperzellen unter Sauerstoffmangel. Er konnte beobachten, dass sie sich in Krebszellen umwandelten.



Sauerstoffmangel führt zur Krebsentstehung


Seeger entdeckte 1953 bei der Untersuchung von Krebszellen Schäden an bestimmten Cytochrom-Enzymen, die die Aufnahme von Sauerstoff in die Verbrennungsöfen der Zellen, die Mitochondrien, beschleunigen. Diese Schädigungen führen zu einem Sauerstoffmangel im Stoffwechsel von Zellen, die dann die Kontrolle über ein geregeltes Teilungsverhalten verlieren und sich in ungeordnet wachsende Zellen, die Krebszellen, umwandeln.


Im Reagenzglas gelang es ihm, Tumorzellen durch die Zufuhr von Sauerstoff in sich wieder normal teilende Zellen zurückzubilden.


Die Abmagerung von Krebspatienten in Spätstadien der Erkrankung hat als Ursache den erhöhten Verbrauch an Nährstoffen. Und der ist die Folge der geringeren Energieausbeute pro Einheit bereitgestellter Nährstoffmenge durch den ineffizienten Gärungsstoffwechsel.

Daraus ergibt sich die Frage: Welche Möglichkeiten haben wir, um den Sauerstoffmangel im Gewebe zu beseitigen oder doch zu reduzieren?


Einerseits ist es erforderlich, sich über die Ursachen der Schädigung der Atmungs-Enzyme Gedanken zu machen. Seeger hat dazu seine bereits oben erwähnte 10-Wege-Therapie zur Krebsbekämpfung angegeben, die ich auf dieser Website vorgestellt habe.

Die Sauerstoffkonzentration in den Geweben lässt sich, auch bei geschädigten Enzymen, steigern, indem man die Sauerstoffsättigung im Blut steigert. Teilweise ist das über ein höheres Sauerstoffangebot in der Atemluft möglich. Prof. Manfred von Ardenne hat auf diesem Prinzip seine „Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie zur Krebsbehandlung“ aufgebaut.

Die zusätzlichen Transportkapazitäten der roten Blutkörperchen für Sauerstoff sind jedoch begrenzt. Hilfstruppen müssen her. Dazu bedient man sich eines chemischen Tricks.

Das Blut transportiert auch Fette. Bestimmte Anteile, die ungesättigten Fettsäuren, haben sozusagen noch freie Haken, an die man Sauerstoff anhängen kann, wenn er vorher „bindungsfreudig“ (energiereich) gemacht worden ist. Das geschieht über einen chemischen Trick, den wir in der Behandlung einsetzen. Chemisch baut man dadurch diese Fette für kurze Zeit zu Fett-Sauerstoff-Molekülen um, indem man den Sauerstoff an sie ankoppelt.





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