Warum werden wir krank?

Aktualisiert: 5. Juli 2020

Wir essen zu viel, zu fett, zu salzig, zu ballaststoffarm und zu süß.




Eine gesunde Ernährung mit einer bedarfs- und belastungsgerechten Energie- und Nährstoffzufuhr im Sinne einer vollwertigen Ernährung ist die Grundlage des Gesundseins und der orthomolekularen Medizin.


Unter einer vollwertigen Ernährung versteht man eine qualitativ und quantitativ ausgewogene Auswahl verschiedener Lebensmittel, die den Organismus mit allen Lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt und ernährungsbedingten Erkrankungen vorbeugt.

Ein einseitiges Über- oder Unterangebot bestimmter Nährstoffe fürht auf Dauer zu gesundheitlichen Störungen. Daher sollte bei der Lebensmittelauswahl neben der Vielfalt auch immer auf Qualitativ hochwertige Nahrung geachtet werden.


Qualitativ hochwertige Lebensmittel sind Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte.


Die Nährstoffdichte definiert sich über ihr Verhältnis zwischen Energiegehalt und Konzentration essenzieller Mikronährstoffe.


Die Menge der mit der Nahrung zugeführten Energie sollte zu einer ausgeglichenen Energiebilanz führen. Paradoxerweise nimmt der Moderne Mensch, trotz deutlich verringerter körperlicher Aktivität immer noch so viel kalorienreiche Nahrung zu sich, wie der schwer körperlich arbeitende Mensch der Steinzeit oder des Ackerbauzeitalters.

Hieraus resultiert eine Überernährung, verbunden mit einer Erhöhung des Körpergewichts und der Entwicklung ernährungsbedingter Erkrankungen.



Was sind Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte?



Reduziert der körperlich leicht arbeitende Zeitgenosse seine Nahrungsaufnahme im Sinne einer ausgeglichenen Energiebilanz, besteht auf Grund des reduzierten Nahrungsangebotes und der verminderten Qualität unserer Nahrungsmittel jedoch die Gefahr einer Unterversorgung mit essenziellen Mikronährstoffen.


Eine gezielte, regelmäßige Substitution und Ergänzung von Mikronährstoffen, durch den Therapeuten, ist heutzutage sinnvoll und angezeigt.



Hier sind vor allem ältere Menschen gemeint, da sich mit zunehmenden Alter die stoffwechsel aktive Zellmasse und der Energiebedarf reduziert.

Dieser Konflikt veranschaulicht, dass eine gesunde Ernährung häufig nicht mehr ausreicht, um den individuellen Bedarf an Mikronährstoffen zu decken.



Was sind Mikronährstoffe?

Mikronährstoffe sind Spurenelemente, wie Vitamine und Mineralstoffe. Anders als bei Makronährstoffen, also Kohlenhydraten, Protein und Fett, braucht der Körper diese nur in kleinen Mengen. Nichtsdestotrotz sind sie essentiell für den Körper und Mängel können zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen. Zu den Mikronährstoffen zählen zum Beispiel Mineralstoffe wie Fluorid, Selen, Natrium, Jod, Kupfer und Zink, sowie die Vitamine C-, A-, D-, E-, K- und der B-Komplex. Da unser Körper diese Nährstoffe nicht bilden kann, müssen sie über die Nahrung aufgenommen werden - deshalb ist es wichtig auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu achten.


75% der westlichen Bevölkerung kommt nicht auf ihre täglich angezeigte Ration von Vitaminen.



Die Nahrungsbestandteile lassen sich in im Hinblick auf die zugeführte Menge in Makro- und Mikronährstoffe einteilen. Makronährstoffe wie Kohlenhydrate, Proteine und Fette benötigt der Körper in relativ großen Mengen als Bau- und Brennstoffe.

Sie liefern Energie und dienen zum Aufbau und Aufrechterhaltung der Körperfunktionen.


Mikronährstoffe, wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Amino- und essenzielle Fettsäuren benötigt der Organismus in geringen Mengen. Sie zählen zu den Wirkstoffen, die als biologische Katalysatoren für zahlreiche Stoffwechselprozesse lebensnotwendig sind.

Wenn dies nun nicht in ausreichenden Maßen zu Verfügung stehen, hat das Fehlstellungen im Stoffwechsel und somit Stauungen zur Folge und führt auf lange Sicht zu Krankheit.




Gröwer, Uwe: Orthomolekulare Medizin/ Ein Leitfaden für Apotheker und Ärzte, 2. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart, 2002




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